Wir beraten zu erneuerbarer Energie

Montage PV-Anlage

Die ZehnZebras unterstützen Sie/euch bei der Entscheidung zur Nutzung erneuerbarer Energie. Ruft uns an oder schickt eine Email, um einen Termin für eine persönliche Beratung zu erhalten.

Wir haben zusammen mit dem Verein BobenOp e.V. aus Hürup ein Solar-Beratungs-Portfolio entwickelt, dass unabhängig von Herstellern und Handwerkern ist. Daneben sind wir in Arbeitsgruppen der Gemeinden vertreten, die Planungen speziell für die Wärme und Strom-Versorgung durchführen und die Gemeindevertretungen entsprechend beraten.

Wärmeversorgung

Die Nutzung von Erdgas und Heizöl wird in den nächsten Jahren noch teurer werden. Die Reparatur der bestehenden Anlagen ist zwar noch weiter zulässig, eine komplette Erneuerung nur bei Mitverwendung von erneuerbaren Energien (z.B. Strom aus Wind oder von PV-Anlagen, Wärmepumpen) möglich.

Die Gemeinde Steinbergkirche plant eine Nahwärmeversorgung für den Ortskern Steinbergkirche unter Nutzung von Biogas-Anlagen und PV-Anlagen. Aber auch für andere Orte und Siedlungen gibt es Möglichkeiten der gemeinsamen und effektiven Wärmeversorgung.

Auch die Gemeinde Steinberg arbeitet an einem Konzept der kostengünstigen Wärmeversorgung aus erneuerbarer Energie.

Stromversorgung

Strom kostet derzeit je nach Versorger (Provider) 30 bis 50 ct/kWh. Hier gibt es bereits verschiedene Möglichkeiten, die Kosten für die Stromversorgung zu senken.

Die einfachste Lösung ist der Preisvergleich über eines der Vergleichsportale im Internet. Hierbei sollten allerdings die Einbeziehung von Boni ausgeschaltet werden, insbesondere wenn man den Vertrag länger bei dem neuen Versorger laufen lassen möchte. Andererseits vereinfacht dies den Vergleich.

Wer regional den Strom beziehen möchte, kann sich auch die Preisgestaltung des Gemeindewerks Sörup ansehen. Das Gemeindewerk berechnet die Preise monatlich neu abhängig von den Preisen der Strombörsen.

Der Verein BobenOp e.V. betreibt seit 2010 einen Strom- und Gaspool mit ca. 260 Mitgliedern, die gemeinsam als Großkunde jährlich einen Liefervertrag abschließen. Näheres unter https://bobenop.de/projekte/strompool-gaspool
Dieses ist auch bei uns möglich und wir suchen Interessierte, die an einem Strompool teilnehmen möchten.

Viele Bürger in unseren Gemeinden haben bereits PV-Anlagen, zum Teil mit Batteriespeicher, installiert. Dies bietet in Jahresbilanz eine hervorragende Reduzierung des Strombezugs aus dem Netz.

Wer führt noch zuverlässige Beratungen durch?

Die Verbraucherzentrale Schleswig-Holstein bietet auch in Flensburg eine Energie-Beratung wie auch Beratungen zu Strom- und Gasversorgung an. Die Energie-Beratung für ein Eigenheim kostet derzeit 40€, da die Aufwendungen dafür vom Land/Bund bezuschusst werden. Nähere Details sowie Kontaktdaten unter https://www.verbraucherzentrale.sh/beratungsstellen/flensburg

Die Gemeinde Steinbergkirche ist Mitglied in der Klimaschutzregion Flensburg, die nicht nur die Gemeindevertretung sondern auch die Bürger mit Beratungen unterstützt. Schaut mal auf der Website vorbei: https://www.klimaschutzregion-flensburg.de/

Artefact in Glücksburg bietet eine Reihe von Workshops an, die für Bauherren bzw. Sanierer, aber auch für Solar-Energie oder Elektromobilität interessiert sind. Näheres unter: https://www.artefact.de/

Energetisches Quartierskonzept – Kickoff am 12. März 2024

Seit dem 02.01.2024 hat das Planungsbüro Zeiten°Grad aus Kiel die Erstellung des Energetischen Quartierskonzepts in Angriff genommen, das bis zum Jahresende fertig sein soll.

Am 12.03.2024 findet eine Kickoff-Veranstaltung für alle Bürger im Restaurant-Hotel ANGLIA ab 18:00 Uhr statt. Es sind alle Bürger eingeladen, wegen einer Begrenzung der Teilnehmerzahl ist jedoch eine Anmeldung an info@steinbergkirche.de erforderlich. Weitere Informationen unter https://www.steinbergkirche.de/gemeinde-infos/quartierskonzept.

In diesem ersten Schritt sollen die Basisdaten für eine Analyse erfasst werden und die Bürger über das weitere Vorgehen informiert werden.

Ablauf der Kickoff-Veranstaltung

ab 17:30 Uhr – Einlass, Empfang durch Gemeinde und Zeiten°Grad, Abgabe der Fragebögen

18:00 Uhr – Begrüßung durch den Bürgermeister und das Planungsbüro

18:15 Uhr – Aktive Fragerunde

18:25 Uhr – Vorstellung des Vorhabens und der Arbeitsphase an den Thementischen

18:45 Uhr – Ideensammlung an den Thementischen
Tisch 1 – Energetische Gebäudesanierung
Tisch 2 – Energie- und Wärmeversorgung
Tisch 3 – Nachhaltige Mobilität
Tisch 4 – Klimaanpassungs-Maßnahmen und nachhaltige Siedlungsstruktur

19:40 Uhr – Präsentation der Ergebnisse

20:10 Uhr – Bekanntgabe Gewinner der Gutscheine, Ausblick auf nächsten Schritte und Veranstaltungen

20:30 Uhr – Ende der Veranstaltung

Was beinhaltet das Quartierskonzept?

Siehe hierzu den Artikel zu Nahwärme – wo stehen wir? unter https://www.zehnzebras.de/?p=931

Wie geht’s weiter mit dem Quartierskonzept?

Eine Lenkungsgruppe begleitet das Planungsbüro Zeiten°Grad durch regelmäßige Besprechungen und Telefonate.

Aber auch für alle Bürgerinnen und Bürger sind weitere Veranstaltungen geplant, in denen über folgende Themen gesprochen wird:

  • Klimaschutz in den eigenen vier Wänden
  • Klimafreundliche Wärmeversorgung und Solarenergie
  • Abschlussveranstaltung

Viel Erfolg bei der Auftakt-Veranstaltung am 12. März – und die Anmeldung nicht vergessen an info@steinbergkirche.de

Nahwärme Steinbergkirche – Wo stehen wir?

Am 27. April 2023 hatten wir auf einer Einwohnerversammlung Konzepte für die Wärmeverteilung in einem eigenen Nahwärmenetz unter Nutzung erneuerbarer Energien vorgestellt. Auch wurden einige Gesellschaftsformen der Bürgerbeteiligung vorgestellt.

Die Bürgerbeteiligung an der Veranstaltung war riesig und zeigte uns, dass wir mit unseren Ideen auf dem richtigen Weg sind.

Nach der Kommunalwahl im Mai 2023 hatte sich Anfang Juni eine neue Gemeindevertretung gebildet und danach die Erstellung eines Quartierskonzept auf den Weg gebracht. Der Förderbescheid lag Ende Juni 2023 vor.

Doch leider verlief die erste Ausschreibung auf der Suche nach einem Planungsbüro, das die Arbeiten am 01. September aufnehmen sollte, im Sande. Das Amt Geltinger Bucht startete eine neue Runde mit einem erweiterten Bieterkreis, die letztendlich Ende Oktober zum Ergebnis führte, allerdings mit Starttermin am 02. Januar 2024.

Das Quartierskonzept umfasst:

  • Datenerfassung und Ausgangsanalyse (Gebäudebestand, Energieverbräuche, usw)
  • Potentialanalyse (Einsparpotentiale, technische Optionen der Wärmeversorgung)
  • Energetische Gebäudesanierung (Erarbeitung von Muster-Sanierungskonzepten)
  • Energieversorgungs- und Infrastruktur-Maßnahmen (Untersuchung & Bewertung Wärmenetzoptionen
  • Nachhaltige Mobilität (Erfassung Mobilitätsformen und Identifikation von Problemfeldern, Darstellung von Potenzialen für nachhaltige Mobilitätslösungen)
  • Erfassung von Umsetzungshemmnissen und -risiken
  • Erstellung Maßnahmenpaket zur organisatorischen Umsetzung der optimalen Lösungen

Die Mitarbeit aller Bürgerinnen und Bürger, im Schwerpunkt der Hauseigentümer, ist insbesondere erforderlich in der Phase der Datenerfassung und Ausgangsanalyse. Daher wird Anfang März 2024 das Planungsbüro eine Versammlung planen, in der erste Analyseergebnisse vorgestellt werden und die Einwohnenden ihre Erfassungsfragebögen einbringen können.

Die Erstellung eines Nahwärmenetzes, in der Wasser zur Wärmeversorgung der Häuser verwendet wird, ist nicht zwingend eine optimale und kostengünstige Lösung für die Bürger. Wie in Sörup zu sehen war, wurde von Seiten des Planungsbüros von dieser Lösung abgeraten. Es bieten sich mittlerweile andere Lösungen durch das Energy-Sharing-Gesetz (Erlass im Sommer 2024) auf der Basis von günstigem regionalem Strombezug an.

Das Quartierskonzept wird Vorschläge für alle in der Gemeinde vorkommenden Siedlungsformen bringen und soll im Dezember 2024 vorliegen. Sobald sich eindeutige Lösungsoptionen abzeichnen wird die Lenkungsgruppe diese in die Gemeindevertretung einbringen.

Parallel zu ersten Realisierungsschritten Ende diesen Jahres werden wir ein Planungsbüro mit der Erstellung eines kommunalen Kälte-/Wärmeplans beauftragen. Dieser ist gemäß Bundes-Gebäude-Energie-Gesetz ab 2028 verpflichtend für kleinere Gemeinden, eine gemeinsame Planung mit anderen Gemeinden ist vorteilhaft.

Nahwärme – DK ist Vorreiter

Die Firma LORICA aus Winnemark arbeitet sehr stark mit Firmen aus Dänemark aber auch Deutschland zusammen und hat uns weitere Links und Informationen bereit gestellt. Dänemark bezieht bereits heute 65% seiner Energie (Strom & Wärme) aus erneuerbaren Energien. Dabei sind nicht nur Wärmepumpen und PV-Anlagen an einzelnen Häusern zu finden, sondern es werden Orts- und Stadtteile mit Nahwärme versorgt.

Die Firma PlanEnergi aus Dänemark ist für die Auslegung, Konzeptionierung und Anbindung von Saisonalspeichern sowie dem Wärmekonzept zuständig:

https://planenergi.eu/arbejdsomraader/fjernvarme/


PlanEnergi hat eine große Anzahl von repräsentativen Wärmeprojekten in Deutschland und Dänemark umgesetzt. Mitte April 2023 wurde der Speicher PTES Høje Taastrup bei Kopenhagen eingeweiht. Dies ist die Weiterentwicklung eines Erdbecken-Saisonalspeichers hin zu einem Pufferspeichern. Eignet sich auch super, um beispielsweise mit Windstrom flexibel Wärme zu speichern, falls Überkapazitäten vorhanden sind.

Neuer Erdwärme-Speicher im Großraum Kopenhagen
Artikel in Fachzeitschrift ING dazu

Die Firma GEF Ingenieur AG aus Leimen erstellt Heizzentralen und Wärmenetze inklusive aller Pumpen und Verteilersysteme – wie auch die Anbindung an die Wärmetauscher in den Haushalten.

https://www.gef.de/index.html

jb – Copyright Beitragsbild: freepic.com

Nahwärme – lohnt sich das ?

Durch den Ukraine Krieg und die Erpressung durch Russland mit fossilen Brennstoffen ist uns allen bewußt, das wir schnell eine Energiewende brauchen.

Zudem kündigt die Bundesregierung an, dass demnächst Öl- und Gasheizung nicht mehr beschafft und ab 2045 nicht mehr betrieben werden sollen. Wie soll man dann sein Haus oder seine Werkstatt beheizen?

Was ist überhaupt Nahwärme?

Als Nahwärme bezeichnet man die Übertragung von Wärme zwischen Gebäuden über verhältnismäßig kurze Strecken. Der Übergang zur Fernwärme ist allerdings fließend. Die Versorgung erfolgt durch ein Nahwärmenetz.

Es gibt drei Gründe für Nahwärme

  • Wir alle müssen uns darum bemühen, weniger CO2 zu erzeugen. Eine wesentliche CO2 Quelle ist die häusliche Heizung. Die Herausforderung ist der Klimawandel. In Deutschland soll bis 2045 eine Senkung der CO2-Emissionen und der Methan-Emissionen auf 20% des heutigen Wertes erreicht werden.
  • Ein zweiter Aspekt ist die Sicherheit der Gasversorgung. Wird das Gas in Deutschland reichen, besonders wenn der Winter 2022/2023 lang und kalt wird.
  • Und der dritte Grund, für viele vielleicht der wichtigste und drängendste Anlass sind die Preise für Brennstoffe. Die Gaspreise haben sich durch die Lieferausfälle aus Russland fast verdreifacht.

Die 13 Punkte für den Vorteil einer Nahwärmeversorgung:

1) Günstige Energieversorgung

Durch gemeinsamen Einkauf von relativ großen Wärmeerzeugern entstehen Skaleneffekte. Eine große Heizung produziert ein kW Wärme kostengünstiger als eine kleine Heizung.

beispielhafter Kostenvergleich Ölheizung vs Nahwärme

2) Höhere Energieeffizienz

Wenn viele kleine Heizungen, die auch für Spitzenlast im Winter ausgelegt sind, immer wieder anspringen, verbrauchen diese im Verhältnis mehr Energie als ein großer Erzeuger, der relativ gleichmäßig betrieben wird. Dadurch können Wärmeverluste durch das Leitungsnetz mehr als ausgeglichen werden.

3) Regenerative Energie

Gerade bei Nahwärmenetzen ist die Versorgung mit regenerativer Energie von Vorteil und möglich. In Kombinationen von Blockheizkraftwerk, Photovoltaik, Solarthermie bis hin zu Pyrolyse von landwirtschaftlichen Reststoffen. Vorhandene Anlagen sollen besser ausgenutzt und im Inselnetz mit genutzt werden. Das führt zu erheblichen Vorteilen für unser Klima durch CO2 Einsparungen.

4) Versorgungssicherheit

Die Nahwärmegemeinschaft übernimmt eine Versorgungsgarantie. Das bedeutet auch wenn ein regenerativer Brennstoff ausfallen sollte, ist durch zusätzliche Notwärmeversorger immer eine Wärmeversorgung gesichert.

5) Einsparungen für den Flächenbedarf von Häusern

Es wird kein Wärmeerzeuger im Haus benötigt. Bis auf eine Übergabestation ist kein Heizungsraum mehr nötig. Es entfallen außerdem Räumlichkeiten für Brennstoffe wie Heizöl, Flüssiggas oder Kaminholz. So können enorme Investitionskostenvorteile realisiert werden.

6) Finanzierung der Umrüstung – Günstigere Kredite

Bei Anschluß an ein Nahwärmenetz können sehr günstige Kreditkonditionen über die KfW-Bank sowohl für Neubauten, als auch für die Altbausanierung realisiert werden, da Nahwärmenetze als Teil der Klimaschutzpolitik politisch gewollt sind.

7) Stabiler Nahwärmepreis für viele Jahre

In den meisten Nahwärmenetzen wird ein stabiler Versorgungspreis für viele Jahre realisiert. Einen stabilen Preis garantiert z.B. die Geothermie in Verbindung mit Photovoltaik.

8) Laufende Kosten werden reduziert

Die einzelnen Haushalte werden keinen eigenen Schornsteinfeger mehr brauchen. Reparaturen und Wartungskosten fallen auch nicht mehr an.

9) Keine Brennholz-Arbeit mehr

Bei einem Anschluss an ein Nahwärmenetz entfallen Arbeiten wie Holz-Erwerb, Holz hacken etc. In den letzten Jahren wurde der Heizstoff Öl häufig versucht mit selbst besorgten Holz zu ersetzen.

10) Keine Gedanken mehr über kostensparendes Heizen

Etliche Haushalte in der Region Amt Geltinger Bucht haben sich über Jahre hinweg Gedanken machen müssen, wann und mit wem zusammen Heizöl eingekauft werden sollte, um immer den günstigsten Preis zu realisieren. Diejenigen mit einer Gasheizung waren regelmäßig auf der Suche nach dem günstigsten Anbieter. Diese Gedanken braucht man sich in Zukunft nicht mehr zu machen. Das bedeutet mehr Zeit für wichtige Dinge.

11) Die Nahwärmegemeinschaft ist grundsätzlich nicht gewinnorientiert

Wenn Überschüsse anfallen können die Mitglieder einer Gemeinschaft oder Genossenschaft bestimmen, wie diese Überschüsse verwendet werden sollen. Jedes Mitglied hat eine Stimme unabhängig von der Wärmeabnahme.

12) Faire Wertschöpfung vor Ort

Jeder Liter Heizöl oder Gas wird von weit außerhalb importiert. Dieses Geld sollte lieber vor Ort erwirtschaftet und verwendet werden. Als privates Unternehmen kann die Gemeinschaft außerdem regionale Anbieter vor Ort bevorzugen.

13) Hohe Förderungen bei innovativen Lösungen möglich

Für Wärmenetze gibt es hohe Fördermittel und auch für besondere Innovationen. Sollte es uns gelingen, eine Pflanzenkohlepyrolyseanlage in das Konzept zu integrieren oder Erdwärmespeicherung zu realisieren, winken weitere besondere Fördermöglichkeiten.