Initiative Mobilitätswende Steinbergkirche

Aus der Entwicklung Zukunftskonzepts Daseinsvorsorge Steinbergkirche und Nahbereich ist eine Arbeitsgruppe zur weiteren Ausarbeitung von Forderungen für die Mobilität unter Berücksichtigung aller Bürger in der Gemeinde zu erstellen.

Oberstes Ziel ist eine Mobilitätswende hin zu klimafreundlicher Bewegung und Fahrt. Um diesem Ziel so nah wie möglich zu kommen, sind Anpassungen in der Infrastruktur (Straßen und Wege) und Organisation (Öffentlicher Nahverkehr), aber auch im Verhalten jedes Einzelnen erforderlich.
– Die erste Forderung nach Erhöhung der Verfügbarkeit des ÖPNV wurde bereits durch das Amt aufgenommen und fließt in die aktuellen Vertragsverhandlungen ein.
– Trotzdem bleiben Querverbindungen (Sörup-Neukirchen, Sterup-Norgaardholz) zu den Bushaltestellen noch offen. Hierzu sind tragfähige Lösungen zu entwickeln.
– Ferner wurden Fußwege für Senioren, Schulkinder und Wanderer, Wanderwege sowie Radwege für Schulkinder und Rad-Touristen analysiert auf Sicherheit und Routenführung. Dabei wurde festgestellt, dass  die Querung der B199 an mehreren Stellen für Radfahrer und Fußgänger risikobehaftet sind.
– Fahrrad- oder Wanderrouten wurden auf Routen angelegt, die teilweise Straßen ohne Fuß- und/oder Radweg enthalten.

Es gibt also einiges zu tun im Bereich der Infrastruktur und Organisation. Wenn Sie oder Du uns dabei unterstützen möchtet, meldet Euch hier!

Aber – haben sie sich schon mal überlegt, ob es notwendig ist, 1 bis 2 Kilometer mit dem Auto zum Brötchen holen zu fahren? Kennen Sie den kürzesten Fußweg zum Bäcker oder zum EKZ? Ist ihr Fahrrad fahrbereit und verkehrssicher?

Gefahrenpunkte in und um Steinbergkirche

Wir haben einige Gefahrenpunkte in der Gemeinde Steinbergkirche (einschl. der Dörfer) zusammengetragen und stellen die hier vor:

Kreuzung B199 – Steinberg:

Gefahren:

  • beschilderter Radweg kreuzt
  • keine Geschwindigkeitsbegrenzung
  • durch Kuppe schwer einsehbar
  • Querungspunkt für Bushaltestelle

Vorschlag:

  • Geschwindigkeitsbegrenzung 70 km/h auf B199

Querung B199 Bredegatt:

Gefahren:

  • Rad- und Fußweg kreuzt
  • keine Geschwindigkeitsbegrenzung
  • erhöhte Gefahr durch beschleunigende und überholgende Fahrzeuge ab Ortsausgang Steinbergkirche gen Osten

Vorschlag:

  • Geschwindigkeitsbegrenzung 70 km/h auf B199 bisSteinberger Hof (Steinberg)

Gefahren:

„Kreisel“ am Amtsgebäude

  • wichtiger Querungspunkt für Schulkinder (Schulweg) und Senioren
  • Rad- und Fußwege enden und münden abrupt in die Straße ohne Hinweis/ Regelung
  • immer wieder unklare Situationen wer fahren/ gehen soll (insbes. für Schüler und Senioren)
  • extrem unübersichtliche Situation für alle Verkehrsteilnehmer
  • Verkehr aus Holmlück durch Stromkasten auf Augenhöhe der Kinder nicht einsehbar
  • Kopfsteinpflaster für Fußgänger, insbesondere Senioren mit/ohne Rollator schwierig zu passieren

Vorschlag:

  • Deutliche Markierung der Rad- und Fußwege als sichere und gut erkennbare Überquerung,
    z.B. Schutzstreifen mit Fußgängerfurt (siehe Beispiel Satrup oben im Bild unten rechts)

Überweg B199-Holmlück zu EKZ

Gefahren:

  • durchgehender Verkehr an Überweg ohne Sicherung
  • Geschwindigkeitsbegrenzung (50km/h) nachweislich häufig stark überschritten
  • häufig genutzte Verbindung Schule/ Amt/ Seniorenwohnanlage – EKZ
  • abgesenkter Bordstein für Fußgänger-Querung vorhanden

Vorschlag:

  • bedarfsgesteuerte Fußgängerampel (gekoppelt an Ampel B199/ Gintofter Str.)

Kreuzung B199 Hattlund

Gefahren:

  • durchgehender Verkehr an Überweg für Schule und Kindergarten
  • keine Geschwindigkeitsbegrenzung (100km/h)
  • erhöhte Gefahr durch beschleunigende und überholende Fahrzeuge
  • durch Kuppe schwer einsehbar
  • Querungspunkt für Schul- und Kindergartenkinder sowie Bushaltestelle

Vorschlag:

Geschwindigkeitsbegrenzung 70 km/h von Nübelfeld verlängern + Überholverbot

Radweg Steinbergholz und Ostseeküstenradwanderweg (OKRW)

Gefahren:

  • beschilderter auch touristischer Radweg
  • verschiedene Abschnitte zwischen Steinberghaff und Norgaardholz schadhaft
  • viele Radfahrer weichen auf die Straße aus

Vorschlag:

  • durch Verkehrsberuhigung (Geschwindigkeitsbegrenzung/ ‚Shared Space‘) sichere
    Nutzung der Straße für Radfahrer ermöglichen

Copyright für alle auf dieser Seite Fotos bei Helen Ströh

Diese Gefahrenpunkte wurden am 07. Mai 2021 an die Bürgermeister der Gemeinden Steinberg und Steinbergkirche übergeben mit der Bitte um Abstellung.

Weitere Gefahrenpunkte werden wir erkunden und Vorschläge zur Behebung einreichen.

Falls Sie als Besucher dieser Website Fehler feststellen oder Ergänzungen machen möchten, nutzen Sie bitte das unten folgende Formular für Kommentare.

Rad-Infra – Bushaltestellen

Nachfolgend die Einzelbilder einer Präsentation über den Ist-Zustand der Bushaltestellen in der Gemeinde und Nahbereich. Ich habe noch nicht von allen Haltestellen Bilder und ebenso noch nicht alle Informationen.

Titel
Übersicht Verkehrslinien im Kreis – Copyright VSF-Autokraft

Generell ist festzustellen:

> Wartehäuschen sind vielfach renovierungsbedürftig, fehlende Beleuchtung, Kennzeichen „Haltestelle“ und Fahrplan teilweise unleserlich oder fehlt

> Fahrradständer veraltet, Ersatz durch Fahrradbügel

> Ergänzung durch Fahrradboxen für e-Bikes an ausgewählten Haltestellen

> Barrierefreier Einstieg ist bis 2024 zu realisieren

Haltestelle Gintoft-Süd (Foto: J.Becker)

Nachfolgend Details zu den Haltestellen, sortiert nach Buslinien:

Copyright für alle auf dieser Seite Fotos bei Jürgen Becker

Die fehlenden Haltestellen werden zeitnah ergänzt.

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Aktion – Rad-Infrastruktur

Die Initiative Mobilitätswende Steinbergkirche möchte die Gemeinde und den Kreis in der Zusammenstellung und Einleitung von Maßnahmen zur Verbesserung der Rad-Infrastruktur unterstützen.

Für die interne Bearbeitung gibt es einen nicht-öffentlichen Bereich für die ZehnZebras.

Hintergrund

Das Land Schleswig-Holstein (SH) fördert neben der Bundesregierung den Ausbau der Rad-Infrastruktur im Land mit ca. 50 Mio EUR. Ziel ist, das Radfahren sicherer und ökologisch sinnvoll zu machen. Dies beinhaltet auch den Bau von Velo-Routen (quasi Autobahnen für Fahrräder), Ausweisung oder Bau von Fahrradstraßen, den Ausbau von Fahrrad-Stellplätzen (Fahrrad-Bügel, Rad-Boxen, sichere Abstellgebäude) und vieles mehr.

Das Land, die Kreise und die Kommunen sind allerdings nicht der Lage alle notwendigen Planungsschritte personell und finanziell durchzuführen. Der eingetragene Verein RAD.SH unterstützt sie durch entsprechende Expertise, wenn die Organisationen dem Verein beitreten.

Referenzen

Sachstand Kreis Schleswig-Flensburg

Der Kreis Schleswig-Flensburg ist mit Wirkung vom 01. Januar 2021 dem Verein RAD.SH beigetreten.

Der Kreis SL-FL will einen Rad-Beauftragten benennen und hat ein Radwege-Konzept begonnen.

Der Kreis, Verwaltung und Ausschüsse haben am 11.Mai 2021 einen Vorschlag für eine Fahrradroute von Steinbergkirche über Husby nach Flensburg sowie den Sachstand der Bushaltestellen und Buslinien erhalten.

Auch enthalten ist ein Vorschlag für eine Fahrradstraße von Steinbergkirche nach Husby, Details siehe hier.

Neben unserem Antrag hat die Gemeinde Hürup zusammen mit der Gemeinde Tastrup Vorschläge zur Radwege-Planung und Rad-Infrastruktur eingereicht.

Sachstand Gemeinde Steinbergkirche und Nahbereich

Der Ist-Zustand der Bushaltestellen mit Blick auf Rad-Anbindung wird zusammengestellt. Details hier: Rad-Infra – Bushaltestellen

Gefahrenstellen – im Schwerpunkt entlang der B199 (Nordstraße) werden identifiziert. Aktuelle Ergebnisse hier: Gefahrenpunkte in und um Steinbergkirche

Der Sachstand Bushaltestellen und die Gefahrenpunkte wurden am 07.Mai 2021 an die Bürgermeister der Gemeinden Steinberg und Steinbergkirche übergeben mit der Bitte um Abstellung der Mängel. Für Rad-Infrastruktur stehen hierzu Fördermittel zur Verfügung.

Wanderwege in Steinbergkirche

Im Rahmen der Untersuchungen und Diskussionen zur Mobilität im Rahmen der Entwicklung des „Zukunftskonzepts Steinbergkirche und Nahbereich“ haben wir unter anderem die Wanderwege in der Gemeinde erfasst und mögliche Strecken für Wanderwege identifiziert und die Risiken für Wanderer bewertet.

Nachfolgend werden in einer Karte die ausgewiesenen Wanderwege dargestellt:

Vollbildanzeige

Die Beschilderung der dargestellten Wanderwege ist teilweise veraltet und muß erneuert werden. Ebenso sind die Routen sicher auf Wanderfähigkeit zu prüfen.

Nachfolgend werden in einer Karte mögliche Wanderrouten, aber auch solche, die geplant werden sollten, dargestellt:

Vollbildanzeige

LILA-farben gekennzeichnete Routen sind Wanderwege
GRÜN sind befestigte/asphaltierte Feldwege/Landstraßen mit geringem Verkehr, die für Wanderer geeignet sind
ROT wurden Straßen ohne Fuß-/Radweg gekennzeichnet, die gefährliche Teilabschnitte durch unübersichtliche Kurven und Hügel oder einfach mit mäßigem bis starkem Verkehr mit 70 km/h und mehr erlaubter Geschwindigkeit
Hellblau und gestrichelt wurde der Fördesteig/Ostseeküsten-Wanderweg gekennzeichnet

Die Stecknadeln bezeichnen Punkte oder Strecken, die auf Grund ihres Risikos besonderer Beachtung bedürfen. Sie sollten im Rahmen von Vorhaben/Projekten abgestellt werden.

Für Kommentare / Verbesserungsvorschläge sind wir dankbar: